Dienstag, 2. Dezember 2014

Vierter Tag 2.12.2014 - Acqua Alta Buchhandlung - Fondazione QueriniStampalia - Ca' Fujiyama Tearoom

Beim Frühstück haben wir die Gäste aus Villach/Österreich kennen gelernt, ebenfalls langjährige Venedig-Liebhaber und Stammgäste in Sandras BnB.


Wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden und gleich einen sehr verheissungsvoll klingenden Ausflugstip für morgen bekommen, dem wir uns wohl anschließen werden.
Danach mußte erst mal die Pflichtaufgabe erledigt werden und wir lieferten der Acqua Alta-Buchhandlung Nachschub-Exemplare unseres vor ca. einem Jahr erschienenen Buches "Venedig dem Himmel so nah!" (http://www.venedig-dem-himmel-so-nah.com) sowie 150 Künstler-Postkarten aus unserer exklusiven freudensammler-Karten-Kollektion. Das Gewicht hatte unser ohnehin schon deswegen abgespecktes Reisegepäck bis an die erlaubte Grenze gebracht. (Übrigens, das Buch ist ein schönes Weihnachtsgeschenk zu einem erstaunlich günstigen Preis!).


Diesmal trafen wir leider nur einen von Luigis vierbeinigen Buchhandlungs-Mitarbeitern an, den schwarzen Kater Dominique.
Zehn Minuten davon entfernt am Campo Santa Maria Formosa befindet sich der Palazzo mit der Fondazione Querini Stampalia. Der Palazzo wurde viele Jahre renoviert und mit aktueller Besuchertechnik inkl. einer empfehlenswerten Caffeteria ausgestattet (auch ohne Museumsbesuch nutzbar). Besonders angenehm war die Möglichkeit, sich mit einem Euro eine pauschale Fotoerlaubnis kaufen zu können. Bei uns und auch in Venedig ist oft in Museen das Fotografieren generell verboten. 
In dem sehenswerten Palazzo bietet die Fondanzione verschiedene Themenräume (z.B. Portraits, Musik u. a.) mit alten Meistern und im dritten Stock derzeit eine Ausstellung des russischen Malers Ivan Glazunov, der sich vor allem neben eindrucksvollen Portraits aus dem Umfeld seiner Familie dem Leben der Landbevölkerung und der nordrussischen Landschaft gewidmet hat. Begleitend dazu gibt es alte Gebrauchsgegenstände und traditionelle, sehr filigran und aufwändig gefertigte Trachten für verschiedene Anlässe zu sehen.




Danach schlenderten wir zur Vaporetto-Station San Zaccharia und fuhren mit der Hauptlinie 1 zur Accademia, um von dort aus den Teesalon Ca' Fujiyama (nahe beim Campo San Barnaba) aufzusuchen, eine Empfehlung von Sandra. Ein offenbar vor allem von einem jungen Publikum sehr frequentierter Platz mit einer fantastischen, asiatisch geprägten Teeauswahl. 
Besonderes Highlight war ein grüner Jasmin-Tee, der als "Bällchen" inkl. Blüte serviert wird, die im heissen Wasser nach ca. 2 Min. aufgeht. Wunderbar! 


Wenige Meter davor ein sehr schöner Design-Laden mit Haushalts- und Wohnaccessoires vornehmlich skandinavischer Prägung. Wenn man das nötige Kleingeld hätte ...


Nach der erholsamen Teestunde ging's zurück zu Sandra und auf dem Weg machten wir kurz vor dem Ziel Station an der auch im Winter geöffneten Frulala-Fruchtbar auf der Strada Nuova, um den Vitaminhaushalt noch etwas zu puschen.
Viele weitere Fotos werden demnächst - ein dehnbarer Begriff ;-) - entweder in unserer flickr-Fotogalerie oder der gerade neu geschaffenen freudensammler-photographie-Galerie zu finden sein. 
Also, stay tuned !

Hier schon mal die Links zum vormerken:


(Hinweis: Heute wurden hier überwiegend kurz mit Snapseed auf dem iPad bearbeitete Fotos aus der Sony Alpha 99 mit diversen Minolta-Objektiven verwendet).

















Montag, 1. Dezember 2014

Dritter Tag 1.12.2014 - Murano und Nachtaufnahmen

Um 6 Uhr rein in die Gummistiefel, der Regen machte gerade Pause. Mit dem Vaporetto nach San Marco, um von der überfluteten Piazetta San Marco aus die Morgenstimmumg einzufangen. 


Natürlich war ich nicht der einzige mit dieser Idee, so brauchte es einige Geduld, Momente ohne Touristen und Fotografen-Kollegen im Bild zu erwischen. 



Gegen 8.30 h öffneten sich alle Himmelschleusen und es donnerte dazu. Gut, daß die Kamera wasserdicht ist. 



Nach der Zwangspause über die Piazza San Marco zurück zu Sandra zum verspäteten Frühstück. Aber Sandra achtet darauf, daß auch der letzte noch von allem etwas bekommt.



Elizabeta hatte in der Zwischenzeit ein Gedicht zum 1. Dezember verfasst. Mit ihrer (für Netzzwecke sehr seltenen) Erlaubnis darf ich es hier veröffentlichen:
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Venezianischer Dezember-Morgen

Stille …
Schneegondel lautloser Stunden
in deinen Palazzoaugen
ruhen weiße Tauben
in deinen Seidenhänden
duften Winterlilien

Stille ...
Poetin
meines Himmelgartens
golden sind
deine Wurzeln
deine Gedanken
lichtbeflügelt
deine Stimme
ist
vollendete Musik.
      © 2014 Elizabeta Karlstetter 
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Gestern sind neue Stammgäste aus Österreich angekommen und haben Adventsschmuck für die Frühstückstafel mitgebracht.



Heute stand Murano auf dem Plan. Zwei draussen installierte große Glaskunstwerke haben uns fasziniert. 




Ein Glaswerker kreierte vor unser Augen einen klaren Stern als Anhänger, den sich Elizabeta gewünscht hatte. 




Besichtigung der sehenswerten Mesnerei in der Kirche Santi Angeli auf Murano (wunderbare, sehr detaillierte, komplett geschnitzte Holzwände).




Nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Vaporetto zu den Guardini, um ein paar Nachtfotos mit der Isola San Giorgio Maggiore und dem Campanile im Hintergrund einzufangen. 


Zum Tagesausklang eine Osteria ausprobiert, die wir gestern gegenüber des Palazzo Mocenigo gesehen hatten. War lecker (besonders das Ananas-Carpaccio), empfehlenswert (Osteria Mocenigo, Salizzada San Stae, Santa Croce 1919). 


Auf dem Rückweg zu Sandra noch zufällig eine schöne Fotoausstellung aus den 1960er Jahren  im Foyer eines kleinen Kinos entdeckt: "Menschen der Lagune".

Nebenbei drei verschiedene Nachtaufnahmen-Spezial-Apps für das iPhone "getestet". Eindeutiger Sieger: die App "NightCam". Sie wird jetzt bestimmt öfter zum Einsatz kommen. Einziges wichtiges Utensil, um zu solchen Ergebnissen zu kommen: Ein kleines Stativ.




(Hinweis: Die meisten iPhone-Fotos sind aus Zeitgründen noch nicht nachbearbeitet; später werde ich sie ggf. gegen bearbeitete Versionen austauschen)

Buona Notte !

P.S. Hab heute mal einen Schrittzähler im iPhone mitlaufen lassen.










Sonntag, 30. November 2014

Zweiter Tag 30.11.2014 - Palazzo Mocenigo und Torrefazione Canareggio

Wie vorausgesagt, begann es heute nach dem Frühstück zu regnen, also ein perfekter Tag für einen Museumsbesuch. Auf die Empfehlung von Leonardo (Sandras Ehemann und Obstsalatkünstler) wählten wir als Zeil den Palazzo Mocenigo, der erst vor einem Jahr der Öffentlichkeit als Museum zugänglich gemacht wurde. Neben dem beeindruckenden Interieur bekommt man einiges zur Geschichte des Parfums in Bezug auf Venedig präsentiert. Derzeit wird im Erdgeschoss dazu perfekt passend die fantastische Ausstellung "Little Big Things" gezeigt. Eine Auswahl aus einer der größten und historisch bedeutsamsten Privatsammlungen der Familie Storp von Parfum-Flakons und -Behältern beginnend ab dem 4. Jh. vor Chr. (Fotos waren hier leider verboten).
Nach diesen Eindrücken war angesichts des andauernden Regens ein Besuch in unserer Lieblings-Kaffeebar (Torrefazione Cannaregio) obligatorisch. Wer behauptet, in Venedig würde man viel zuviel für exzellenten Kaffee bezahlen müssen, irrt gewaltig. Auch die heisse Schokolade ist hier der Hammer, mit Sahnehaube die ultimative Kaloriensünde. 
Noch ein paar abendlich-atmosphärische Regenbilder auf dem Weg zurück zu Sandra rundeten das Programm ab. Morgen früh will ich um 5.30 h raus, um mal Morgenstimmung einzufangen.















(das einzige heimlich geschossene Foto mit Flakons in Gestalt von Mönchen, die in ihren Bündeln angeblich das ins Kloster schmuggelten, was bestimmt der Papst nie erfahren durfte).

Ich habe mal mein Geburtsjahr als venezianische HausNr gesucht und tatsächlich dort um die Ecke gefunden. Ein würdiger Eingang!